Viel Technik, wenig Wirkung

Vollautomatische Zahnbürsten? Praxis Schulz in Henstedt-Ulzburg zeigt die Schwachstellen.

Zähneputzen auf Knopfdruck? Moderne, vollautomatische Zahnbürsten werben genau damit: Ein u-förmiges Mundstück mit vibrierenden Borsten reinigt in nur 30 Sekunden alle Zähne gleichzeitig – bequem, schnell, freihändig. Doch halten diese Geräte wirklich, was sie versprechen?

Unabhängige Tests zeigen: Viele Modelle reinigen nicht gründlich genug. Besonders problematisch sind die Zahnzwischenräume und der Bereich entlang des Zahnfleischrands – genau dort, wo Karies und Parodontitis oft beginnen. Auch die Passform stellt ein Hindernis dar: Standardisierte Mundstücke können die individuellen Unterschiede im Gebiss nicht abbilden.

Die Grenzen der Technik

Die Folge:

  • Ungereinigte Flächen – Plaque bleibt zurück
  • Trügerisches Sauberkeitsgefühl – man denkt, die Zähne sind sauber, obwohl Bakterien bestehen bleiben
  • Keine individuelle Anpassung – das standardisierte Mundstück passt nicht optimal zu jedem Gebiss

Aus zahnmedizinischer Sicht sind diese Bürsten daher keine gleichwertige Alternative zu bewährten Methoden.

Unsere Empfehlung

Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf:

  • Handzahnbürste oder elektrische Zahnbürste für gründliche Reinigung
  • Zahnseide oder Interdentalbürstchen zur Pflege der Zahnzwischenräume
  • Regelmäßige Kontroll- und Prophylaxetermine in der Praxis

Denn Technik allein garantiert keine optimale Mundhygiene – regelmäßige, gezielte Reinigung bleibt entscheidend.

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