Zahnimplantate gelten als langlebige, sichere Lösung, um fehlende Zähne zu ersetzen. Sie ermöglichen nicht nur ein selbstbewusstes Lächeln, sondern auch eine normale Kaufunktion und eine stabile Gesichtsstruktur – zentrale Faktoren für Vitalität und Longevity. Doch auch die modernsten Hightech-Implantate haben ihren „Endgegner“: die Periimplantitis.
Gesundes Zahnfleisch ist das Fundament, das sowohl natürliche Zähne als auch Implantate fest im Kiefer hält. Bei der Periimplantitis entzündet sich das Gewebe rund um das Implantat, das sogenannte Implantatbett, das für den sicheren Halt sorgt. Ähnlich wie bei der Parodontitis verläuft dieser Prozess oft schleichend. Viele Patienten bemerken die Erkrankung erst, wenn das Implantat instabil wird oder sich bereits spürbar gelockert hat.
Doch je früher die Infektion erkannt wird, desto besser sind die Chancen, das Implantat langfristig zu erhalten. Modernste Therapien und regenerative Verfahren ermöglichen es heute, tiefgreifende Schäden in vielen Fällen erfolgreich zu verhindern.
Früh handeln – Implantate retten
Bei einer rechtzeitigen Diagnose reichen meist konservative Maßnahmen aus: Eine gründliche Reinigung der periimplantären Taschen, die Entfernung von Biofilm und Zahnstein rund um das Implantat sowie die professionelle Säuberung der Implantatoberfläche können die Entzündung stoppen und die Stabilität wiederherstellen.
Wenn die Erkrankung weiter fortgeschritten ist, kommen chirurgische Eingriffe zum Einsatz. Dabei wird das entzündete Gewebe schonend entfernt, das Zahnfleisch neu positioniert und das Implantatbett sorgfältig vorbereitet. Ist bereits Knochen verloren gegangen, stabilisieren wir das Implantatbett gezielt durch Knochenaufbau – zum Beispiel mit Eigenknochen. So schaffen wir optimale Voraussetzungen, dass sich der Kiefer regenerieren kann und die langfristige Stabilität des Implantats wieder gewährleistet ist.
Wenn eine Rettung nicht mehr möglich ist
In seltenen Fällen ist eine vollständige Heilung nicht mehr machbar. Wenn die Periimplantitis sehr weit fortgeschritten ist – etwa wenn mehr als zwei Drittel des Implantats nicht mehr vom Knochen umgeben sind – muss das Implantat entfernt werden. Dabei gehen wir so vorsichtig wie möglich vor und erhalten so viel Knochensubstanz wie möglich, um eine spätere Neuimplantation zu ermöglichen. So bleibt der Weg zu einer neuen, sicheren Versorgung offen.
Gesunder Lebensstil: Der Schlüssel für langlebige Implantate
Implantate funktionieren am besten in einem gesunden System. Wer auf seinen Körper achtet, schafft optimale Voraussetzungen für langlebige Implantate – und legt damit einen wichtigen Baustein für gesundes, langes Leben.
- Vollwertige Kost, reich an Obst, Gemüse, Proteinen und Nährstoffen wie Calcium, Vitamin D und Vitamin C, stärkt die Knochen und das Gewebe. Zucker- und säurehaltige Lebensmittel hingegen sollten möglichst reduziert werden, um Entzündungen zu vermeiden.
- Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und stärkt die Immunabwehr – eine gute Unterstützung für das Zahnfleisch rund um Implantate.
- Chronischer Stress schwächt das Immunsystem und fördert Entzündungen.
- Genussmittel wie Nikotin und Alkohol verzögern die Heilung, reduzieren die Durchblutung und erhöhen das Risiko für Periimplantitis.
Vorsorge ist der beste Schutz
Periimplantitis muss nicht sein. Regelmäßige Kontrollen, professionelle Zahnreinigungen und eine sorgfältige Mundhygiene sind entscheidend, um das Implantatbett gesund zu halten. Wer sein Implantat frühzeitig pflegt und regelmäßig überwachen lässt, kann nicht nur die Stabilität seines Zahnersatzes sichern, sondern auch aktiv zu seiner eigenen Vitalität und Langlebigkeit beitragen.
Schützen Sie Ihre Implantate.



